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Forschung

Unsere Forschungsprojekte greifen vielfältige Themen rund um die Mehrsprachigkeit auf und decken das Forschungsfeld in breiter Perspektive ab (z.B. sozio-politisch, historiografisch, kognitiv, lehr-/lernwissenschaftlich). In der Überzeugung, dass das Forschungsobjekt „Mehrsprachigkeit‟ nur gestützt auf unterschiedliche Disziplinen umfassend erfasst werden kann, verfolgen wir dabei verschiedene disziplinäre, theoretische und methodologische Zugänge: bspw. experimentelle, diskursive, ethnographische oder korpusbasierte.

Das IFM strebt an, mittels Befunden aus Grundlagen- und angewandter Forschung nicht nur das Forschungsfeld voranzubringen, sondern ebenso zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen beizutragen.

Seit 2011 verstärkt das IFM als Wissenschaftliches Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit im Auftrag des Bundes sein Engagement in der anwendungsorientierten Forschung.

Auf dieser Seite finden Sie alle Forschungsprojekte des IFM und des KFM. Sie können diese nach Schlüsselwörtern und/oder beteiligten Forschenden filtern.

Filter : Ergebnisse: 107/107
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Ziel des Projekts ist es, methodologische Reflexionen zu kritisch-ethnografischer soziolinguistischer Forschung zusammenzutragen, die auf den gelebten Erfahrungen von Forscher*innen basieren. Auf der Projekt-Website beleuchten die Forscher*innen mittels persönlicher Geschichten konkrete Probleme, denen sie während ihrer Feldforschung begegnen, und die häufig sinnstiftend für das bessere Verständnis der Phänomene, Institutionen und Akteur*innen sind, die sie erforschen.

Projektleitung
Team

(Eva Wiedenkeller und Katharina Karges bis 2019)

SWIKO ist ein mehrsprachiges Lernerkorpus, das den Spracherwerb von Lernenden nach korpuslinguistischen Grundsätzen beschreibt. Es handelt sich um ein Dachprojekt, das in der Forschungsperiode 2016-2019 entwickelt wurde, in der Periode 2021-2024 weiterentwickelt wird und Daten aus anderen Projekten des Kompetenzzentrums aufnehmen kann. Zugänglich ist SWIKO zur Zeit über eine Anfrage beim Institut für Mehrsprachigkeit.

Wortschatz ist Grundlage für die rezeptive und produktive Sprachverwendung. In einflussreichen Spracherwerbstheorien und didaktischen Ansätzen steht der Wortschatz nicht im Gegensatz zur Grammatik, sondern ist zentraler und integrierter Bestandteil von Lernergrammatiken. Aufbau und Konsolidierung von Wortschatz sind daher ein wichtiger Aspekt des Fremdsprachenunterrichts, dem durch die Digitalisierung neue Umsetzungsmöglichkeiten geboten werden.

Digitale Übersetzungsprogramme und Wörterbücher sind aus der Sprachverwendung kaum mehr wegzudenken. DeepL, Leo und Co. werden von ihren Nutzern rege und für unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Die Rolle dieser Tools im Fremdsprachenunterricht ist indes umstritten: Einerseits wird ihnen ein pädagogischer Wert zugestanden, andererseits wird in Zweifel gezogen, ob sie das Sprachenlernen längerfristig und nachhaltig unterstützen können.

Projektleitung

Leitung (a.i.): Fachstelle für Sprachkompetenzen von Lehrpersonen (PH SG, SUPSI, HEP VD, UNIL)

Team

Katharina Karges (bis 2021)
Kooperation mit PH FHNW, PH Luzern & PH St. Gallen

Ziel des Projektes ist die empiriegestützte Entwicklung von Prüfungen zum Nachweis der berufsspezifischen Sprachkompetenzen von Lehrpersonen der Primar- und der Sekundarstufe I für die Fremdsprachen Französisch und Englisch.

Projektleitung

Peter Lenz (bis 2020)

Team

Thomas Aeppli, Katharina Karges (bis 2020)
HEP Vaud, PH FHNW, PHLU, PHZH, DECS Ticino, Aufgabendatenbank der EDK

Die EDK plante, im Frühjahr 2020 zum zweiten Mal das Erreichen der Grundkompetenzen in den Fremdsprachen zu überprüfen. Aufgrund der Corona-Pandemie waren Präsenzveranstaltungen in den Schulen von Mitte März bis Mitte Mai bekanntlich verboten und die ÜGK konnte nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Aus diesem Grund hat die EDK beschlossen, die Überprüfung auf das Jahr 2023 zu verschieben.

WETLAND

Weiterentwicklung und Anwendungen des Schweizer Lernerkorpus SWIKO
Projektleitung
Parallel zur starken Präsenz gebrauchsbasierter Ansätze in Sprachbeschreibung und Spracherwerbsforschung hat sich korpuslinguistische Forschung in den letzten Jahren intensiviert und diversifiziert. Das gilt sowohl für die korpusbasierte und korpusorientierte Spracherwerbsforschung als auch für die angewandte Forschung in pädagogischen Kontexten. Forschungslücken und -desiderata gibt es allerdings nach wie vor.

Projektleitung

Dr. Claudia Cathomas, lic.phil. Flurina Graf, Institut für Kulturforschung Graubünden

Zwei Drittel aller Rätoroman:innen leben ausserhalb des rätoromanischen Stammgebiets, doch die spezifischen sprachlichen Bedingungen ausserhalb des rätoromanischen Sprachgebiets wurden bis anhin noch nicht umfassend erforscht.

Projektleitung
Prof. Narly Golestani, UniGE
Das Forschungsprojekt befasst sich mit den Ursprüngen individueller Unterschiede von Sprachbegabung, und zwar mit verschiedenen Aspekten der Sprachverarbeitung, einschliesslich, der phonologischen, lexikalischen und syntaktischen Verarbeitung der Muttersprache. Diese Frage wird auf verschiedenen Ebenen mehrsprachiger Spracherfahrung (d.h. bei Monolingualen, Bilingualen und Polyglotten) behandelt. Es wird dabei von der Idee ausgegangen, dass hohe Begabung, normale Variabilität und zumindest...

Projektleitung

Supervision
Thomas Studer

Team

(Santi Guerrero Calle Projektleiterin bis August 2021)

Die Erforschung des Schriftspracherwerbs erwachsener Migrantinnen und Migranten sowohl ohne oder mit geringen literalen Kompetenzen (Analphabetinnen und Analphabeten) als auch mit Kompetenzen in einem nicht-lateinischen Schriftsystem (Zweitschriftlernende) weist nach wie vor grosse Lücken auf und wird vergleichsweise selten untersucht. Dies, obwohl aus der jahrelangen Fachdiskussion zum Thema ‘Literalitätsgrade Erwachsener’ hervorgeht, dass die herkömmliche Unterscheidung von sog. ‘Alpha-Typen’...

Projektleitung

Supervision: Prof. Dr. Thomas Studer

Werden Lernende nach ihren Erwartungen an den Fremdsprachenunterricht gefragt, so antworten sie zumeist, dass sie sprechen lernen möchten. Trotz dieses hohen Stellenwertes des Sprechens zeigen verschiedene Studien zu den Fremdsprachkompetenzen der Schweizer Schüler/innen, dass viele besonders im Sprechen Mühe haben, die Lernziele zu erreichen. Befragungen von Lehrpersonen wiederum haben ergeben, dass viele sich besonders bei der Beurteilung der mündlichen Fertigkeiten unsicher fühlen....

Projektleitung

 

Team

Didaktische Zusammenarbeit: Berufsbildungszentren des Kantons Freiburg (CD-CFP)

Ziel des Projekts DiCoi ist es, einerseits didaktisches Material auf der Basis von Aufnahmen authentischer Gespräche (Korpus gesprochener Sprache) zu erstellen und anderseits die Entwicklung von Interaktionsfähigkeiten longitudinal (über 2 Jahre hinweg) auf der Basis von Aufnahmen freier Interaktionen zu beschreiben.

Entwicklung des Patois in der Romandie

Prognosen zur Vitalität, Sprachsystem und Sprachpraxis
Forschungskooperation mit dem Glossaire des patois de la Suisse romande - GPSR

Team

Wissenschaftlicher Partner: Stefano Losa, Daniela Kappler, SUPSI-DFA

In diesem Forschungsprojekt werden retrospektiv die Herausforderungen analysiert, welche die Schweizer Mehrsprachigkeit in der Gesundheitskrise COVID-19 mit sich bringt. Eine solche Ausnahmesituation erfordert eine permanente Kommunikation mit der Wohnbevölkerung.

Projektleitung
Team

Simone Morehed

Im Forschungsprojekt soll die Dimension „Verstehen‟ von mündlicher Interaktionskompetenz untersucht werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei einerseits auf den sprachlichen und kulturellen Charakteristika des Verstehens im Rahmen von Interaktion. Andererseits sollen didaktische Sequenzen getestet werden, die auf den Verstehensaspekt von Interaktion abzielen und für fortgeschrittene Lernende von Französisch als Fremdsprache gedacht sind.

Vorteile der Schweizer Mehrsprachigkeit

Individuum und Gesellschaft (APSIS)
Projektleitung
Team

Forschungspartner, regelmässiger Austausch mit: Bundesamt für Statistik (BFS); Institut für Mehrsprachigkeit Freiburg (IFM)

Die Vielfalt der Sprachen und Kulturen ist für die Schweiz und ihre Bewohnerinnen und Bewohner von besonderer Bedeutung, nicht zuletzt, weil sie in ihrer politischen, sozialen und kulturellen Geschichte tief verwurzelt ist bzw. oft als „Trumpf‟ oder „Reichtum‟ dargestellt oder sogar als wesentlich für die Existenz des Landes beschworen wird.

Immersion und zweisprachige Lehrgänge in der Schweiz

Kritische Literaturübersicht & bibliografische Datenbank
Immersionsunterricht und zweisprachige Lehrgänge werden in der Schweiz seit einiger Zeit gefördert und gefordert. Zum Thema liegen bereits zahlreiche wissenschaftliche Studien vor, die jedoch nicht immer bekannt oder zugänglich sind. Zudem ist bisweilen unklar, welche Ergebnisse vergleichbar resp. verallgemeinerbar sind.

Die Frankophonie ohne Grenzen dokumentieren

Zur Macht von Zahlen und Schriften
Projektleitung
Seit dem 19. Jahrhundert tragen zahlreiche wissenschaftliche Dokumentationsarbeiten dazu bei, Wissen über Sprachen und Sprechende auf der ganzen Welt zu gewinnen. Ob Sprachkorpora, ethnografische Berichte, Karten oder Sprachstatistiken – solch Forschungsergebnisse werden von den westlichen Staaten genutzt, um geopolitische Grenzen zu ziehen, die Konstruktion von Nationen zu legitimieren und festzulegen, welche Sprachpraktiken als «Standard» gelten. Diese Dokumentationen stützen sich...

Projektleitung
Zu Beginn der Schulpflicht sind die Kinder 5 Jahre alt und es wird erwartet, dass sie die mündlichen Grundlagen der Schulsprache (Französisch) beherrschen. In gewissen Quartieren sprechen jedoch 80% der Kinder der 1. Klasse (gemäss HarmoS) zu Hause eine andere Sprache und zwischen 60 und 70% verstehen kein Französisch. Der Erwerbsprozess phonologischer Repräsentationen (d.h. der Sprachlaute) des Französischen durch sog.

Sprachaustausche gelten als Mittel zur Förderung sprachlicher und interkultureller Kompetenzen sowie für die Steigerung der Motivation für das Fremdsprachenlernen. Gerade in jüngster Zeit lässt sich ein verstärktes Engagement seitens der Bildungspolitik für die Verbreitung und Intensivierung von Austauschaktivitäten ausmachen.